27.05.10 11:08 Alter: 104 Tag(e)
Pfila Birsfelden
VON: CEVI MITGLIEDER
Ein Tageslager des CVJM/CVJF Birsfelden
Chairete! So klingt es, wenn man von einem antiken Griechen begrüsst wird und diese doch seltene Begegnung widerfuhr den Teilnehmern des diesjährigen Pfingstlagers der Jungschar Birsfelden. Zugegeben: Sokrates, einer der grossen griechischen Denkern, wirkt mit seiner Toga fremd und verlassen in der Schalterhalle des Bahnhof SBB, inmitten von pfilabereiten Jugendgruppen. Aber plötzlich findet auch er Zuhörer: Einige mutige und motivierte Birsfelder hören den Reden des zweieinhalbtausendjährigen Greises gespannt zu. Sokrates erzählt von der Erfindung der Wissenschaften in Griechenland und schickt die Gruppe auf eine lange Reise. Diese führt die Teilnehmer direkt ins Zentrum des Wissens in Winterhur: das Technorama.
Schier grenzenloses Staunen übermannt die Gruppe für die folgenden Stunden. Naturgewalten wie zum Beispiel Feuer, Wind und Magnetismus können spielerisch erforscht und mit allen Sinnen erfahren werden. Die unzähligen Maschinen und technischen Spielereien des Technoramas ziehen die Teilnehmer endgültig in ihren Bann und sollten sie für die Dauer des Lagers nicht mehr loslassen. Schweren Herzens treten die Birsfelder die Heimreise an. In Birsfelden angekommen, wird das Erlebte bei Speis und Trank im Jungscharlokal ausgiebig diskutiert. Das Nachtessen und die vielseitigen Eindrücke des Tages, verdauen die Teilnehmer zu Hause in ihren Betten.
Aber nicht nur wissenschaftlich, sondern auch sportlich sind die alten Griechen führend und damit stand Sport im Zentrum des zweiten Tages. Im freundschaftlichen Wettstreit messen sich die energiegeladenen Teilnehmer während des ganzen Tages. Dazu gehören unter anderem auch ein Postenmarathon im Hardwald, ein Feuerkontest sowie Spiele mit dem Fallschirmtuch. Das Herstellen von Waffen und Kriegsschmuck darf natürlich auch nicht fehlen. Die Energie für diese schweisstreibenden Aktivitäten stammt aus den Mahlzeiten, welche über dem Lagerfeuer abgekocht werden. Auch dieser Tag vergeht wie im Fluge und ohne Zwischenfälle - abgesehen von Joggern, die erste Hilfe benötigen.
Politik - ebenfalls den alten Griechen zu verdanken - bildeten den roten Faden für den letzten Pfilatag. Dem Motto "Ein gesunder politischer Geist lebt in einem gesunden Körper" folgend, ist vormittags abermals körperliche Ertüchtigung angesagt, diesmal mit Frisbees und Bällen. Anschliessend stärkt sich die Gruppe in der Rütihard mit dem Mittagessen. Das haben die Teilnehmer neben viel Mut auch nötig, um sich der Seilbrücke zu stellen, welche über einen tiefen Abgrund hinwegführt. Es folgt ein risiokoreiches Geländespiel, in dem es um nichts Geringeres geht, als die Herrschaft über die Schweiz. Ein letztes Mal geben die Teilnehmer ihr Bestes, bevor sie heimkehren, hoffentlich unter die Dusche stehen, um zu guter Letzt erschöpft in ihr Bett zu fallen.
Momente det Stille und Andacht haben ebenso ihren festen Platz wie alle anderen Aktivitäten. Episoden aus den spannenden Leben von Ikarus, Odysseus und Theseus begleiten uns während des Lagers. Ein Pfingstlager, welches mit Gottes Behütung gesegnet war und mit einem für Pfingsten atypisch schönen Wetter abgerundet wurde.